07.08.91 – 07.08.16 Heute wärst du 25 <3

Hallo Yann,

vor  25 Jahren fuhr ich mit Papa ins Marienkrankenhaus nach Koblenz. 

Um 17:59, 

ohne PDA, innerhalb 2 Stunden warst du mit , 54 cm und 3450 g, endlich in unseren Armen. 

Erst mal der Hebamme zwischen die Brüste pinkeln, dachtest du dir, gelungener Einstieg. 


Was würde ich darum geben, dich mehr als nur 20 Jahre gehabt zu haben.

Du fehlst ! 

Ich liebe Dich 

Von Freunden und Spielkameraden.

schatzkaestchenkaethe

Sehr lange habe ich überlegt, ob ich darüber etwas bloggen soll. Das aktuelle Zeitgeschehen lässt mir kaum Luft, über so etwas profanes und dennoch wichtiges wie „Freundschaft“ zu schreiben.

Angeregt wurde das ganze bei mir durch den geschätzten @ColliniSue , seine Frage zum Thema „Freunde“, die er für seinen Sohn JayJay in den Raum geworfen hat und die ich nicht in 140 Zeichen beantworten wollte.

Dann will ich erzählen.

Was macht Freundschaft für mich aus? Was sind Freunde?

Als ich jünger war, war mir bedingungslose Integrität mit den Menschen die ich Freunde nannte wichtig. Ich musste ihnen vertrauen und sie mir. Sämtliche Gefühle, Sorgen, Nöte mussten sie mir anvertrauen können und ich ihnen. Gab ich mehr von mir, als sie von sich, war das Thema schnell erledigt. Selbstverständlich wechselten diese „Buddies“ alle 4-5 Jahre. Schließlich entwickelte ich mich und sie sich ja weiter. Irgendwann gab es keine Gemeinsamkeit mehr und die Basis änderte sich. Ein freundlicher…

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13 Juli 2016, 4 Jahre und 10 Monate ohne Dich 


Hallo Yann,

da bin ich wieder, an einem deiner Lieblingsplätze. 

Und nun wieder ganz oft hier.

Denn seit letzter Woche gibt es Neuigkeiten. Wir sind wieder zurück im Süd Westen, retour nach Nérac. 

Im April 2015 einen Neuanfang gewagt, näher an der Familie, bessere Möglichkeiten für Oscar.

Ersteres war toll, tut weh dass die Besuche nun nicht mehr jedes WE stattfinden können.

Letzteres war eine Katastrophe für Oscar. Er war unglücklich, und ich litt für ihn mit. 

Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um wieder volle Pulle durchzustarten. 

Da ist so ein warmes Gefühl in mir, wenn ich in der Nähe von Capbreton bin. 

Mir ist es, als surfst Du da immer noch rum. Hier fühl ich mich Dir am nächsten❤

Arbeite nun wieder in meinem Job als Hoteldirektorin, und blühe auf.

Nun steht noch das „geeigneten Platz für Oscar finden“ auf dem Programm.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn die Kampfsau in mir, diese Hürde nicht überwindet. 

Ich liebe Dich 

Life is what you make (of) It.

schatzkaestchenkaethe

Really? Gestern beim Einkaufen, an der Kasse vor mir, stand eine junge Frau, mit genau diesem Satz tätowiert auf ihrem Oberarm. Die Warteschlange war lang und ich starrte gedankenverloren auf dieses Tattoo. Es schien sie zu verunsichern. Also tat ich das, was ich immer in solchen Fällen tue. Ich lächelte sie an und sie lächelte zurück.

Mein Gedankenapparat rotierte. Selbstverständlich machte ich mir Gedanken über diesen Satz, welcher der jungen Frau so wichtig war, dass sie ihn sich auf den Oberarm tätowieren ließ. An sich eine Plattitüde und dennoch dachte ich über mein Leben nach und das, was ich hätte erreichen können, wäre ich damals mit 22 nicht mit einer Diagnose konfrontiert worden, die alles an Planungen auf den Kopf stellte und immer noch stellt. Tagaus – Tagein. NEIN! Das soll bei Gott kein Gejammer über mein „Ach so hartes Schicksal“ werden. Dem verwehre ich mich aufs heftigste! Ich weiß sehr wohl, dass es wesentlich schlimmeres gibt und die MS…

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